Wohin führt der Weg

Zuerst moechte ich kurz meine aktuelle Situation schildern, da ich sie momentan am Schlimmsten wahrnehme.Ich habe 2013 meinen Realschulabschluss gemacht und bin danach auf ein Fachgymnasium gewechselt um mein Abitur zu erlangen.Ich war 1 1/2 Jahre dort. Im ersten Jahr fiel ich aufgrund Mathe und Paedagogik durch (ich hatte das erste Semester in Mathe versaut, da ich noch keine gute Nachhilfe hatte und Paedagogik fand ich einfach unnuetz und furchtbar, die Lehrerin war auch ein altes Aaß sodass ich dieses Fach strikt ablehnte). Außer diesen beiden Faechern, liefen die restlichen Faecher mit 2-3, also ich war keine besonders gute Schuelerin, aber auch nicht besonders schlecht (bis auf Mathe und Paedagogik).Nachdem ich sitzen geblieben bin, verlor ich meine alte Klasse, ich hatte immer große Schwierigkeiten mit neuen Leuten klarzukommen deshalb war dieser Umstand nicht foerderlich für das naechste Schuljahr. Ich war deprimiert und lernte nicht mehr, fuehlte mich furchtbar und wollte morgens nicht mehr aufstehen. Ich bekam Suizidgedanken, weil ich mich staendig überfordert fuehlte und die Situation allgemein aussichtslos war. Ich hatte mir 20 verschiedene Tabletten aus verschiedenen Medikamenten zusammengestellt (teilweise abgelaufen), hatte mir spaeter einen Strick aus einem alten Bettlaken gebastelt und suchte schon nach einem passenden Baum im nahgelegenen Wald, bewahrte Wodka und Frostschutzmittel versteckt auf, schrieb unzaehlige Abschiedsbriefe und war wuetend und verzweifelt.Spaeter fand ich einen Schein meines Hausarztes im Haus, den meine Mutter besorgt hatte um mich im Notfall zwangseinweisen zu lassen (den versteckte ich auch in meinem Zimmer). Am 27.Januar diesen Jahres, ging ich eine Tagesklinik, da ich nicht mehr in die Schule wollte und einfach fertig war. In der Tagesklinik erholte ich mich ziemlich schnell, da meine Mitpatienten einfach aufmerksam,freundlich,mitfuehlend, einfach echt waren in ihrer Art (vieles, was ich stark vermisste in meiner alten Schule). Dort lernte ich meinen ersten Freund kennen, er war dort weil er auch depressiv war und sein Studium hingeschmissen hatte. Wir haben heute aber noch Kontakt (für mich ist er ein außergewöhnlicher Mensch, den ich nicht gehen lassen moechte). Dort lernte ich auch einen Schiffskoch kennen, der seine Alkoholsucht bekämpft hatte und sich wieder ins gesellschaftliche Leben einfügen wollte, er hat meinen Wunsch wieder geweckt, auf einem Schiff zu arbeiten. Mitte März wurde ich entlassen. Ich schrieb Bewerbungen und suchte vergeblich nach einem FÖJ/BFD Platz. Ich bekam leider nur Absagen bzw gar keine Rückantwort mehr. Zur Schule konnte/wollte ich nicht mehr zurueck (auch wenn ich oft darueber nachgedacht und mir Vorwuerfe gemacht hatte). Ich schreibe bis heute Bewerbungen, bisher war ich nur beim Einstellungstest bei der Bundeswehr (ich wollte Feldwebel im Sanitätsdienst der Marine werden), wurde aber wegen meiner Schilddruesenunterfunktion (in dem Bericht stand auch etwas ueber meine damalige leicht depressive Verfassung) nicht genommen und bekam T4 (Tauglichkeitsgrad 4 bedeutet vorerst nicht Einsatzfähig, hätte aber ein T2 gebraucht=Eingeschränkt Einsatzfähig). Ich darf mich 2017 nochmal bewerben und brauche eine Bescheinigung vom Psychiater, dass ich nicht depressiv bin und meine Schilddruesenerkrankung kuriert ist. Eine Schilddruesenerkrankung ist aber heute noch nicht heilbar!. Daher beschloss ich, den Wunsch bei der Marine zu arbeiten aufzugeben. Momentan bin ich dabei meinen Führerschein zu machen, am 29 September bin ich durch die erste Praktische Pruefung gefallen und versuche am 21.Oktober sie erneut zu machen.Ich muss zum Schluss aber sagen, dass ich bis heute noch manchmal Rueckfaelle habe in mein altes Verhaltensmuster (Wutanfälle oder meist sehr starke depressive Schübe), ich befinde mich auch noch in psychiatrischer Behandlung, was ich aber als wenig sinnvoll erachte, da ich die Therapie nur für meine Eltern mache. In einem dieser Rueckfaelle nahm ich statt der 20 Tabletten nur 18 (Ausloeser war die Trennung meines Freundes). Mir wurde schwindelig und ich konnte nicht mehr richtig laufen,ich zog mir ein weißes Kleid an (ich wollte für meine Beerdigung gut angezogen sein) und stellte meinen Wecker um Mitternacht (Falls ich ueberleben sollte, wuerde ich aufwachen....so war meine Theorie). Ich wachte auch auf, aber hab lediglich bis zum naechsten Tag immer wieder gespuckt. Mein Magen war leer (wenn ich depressiv bin, esse ich nichts) und in solchen Faellen bleibt eh nichts drin. Wenn ich schlimme Wutanfaelle hatte (sehr selten) schmiss ich mein Mobiliar durch die Gegend, schrie und begann mit einer Schere mich zu ritzen (nicht sehr tief). Ich hab das alles im Nachhinein getan, weil ich mehr Aufmerksamkeit,Liebe und eine andere Realitaet haben wollte, es ist nicht foerderlich sich selbst und nahestehende Personen zu verletzen, aber hier siegt die Verzweiflung,der Hass,die Wut und der Egoismus.E.S

18.10.15 14:44

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